RIM - Nieder-
druckspritzen

RIM - Niederdruckspritzen

 

«Die Alternative zum Spritzgießen bei großen Oberflächen und einfachen Geometrien»

Das Niederdruckspritzen (auch bezeichnet als RIM Resin Injection Moulding) ist ein einfaches, schnelles Gießverfahren und damit eine weitere Alternative zum klassischen Spritzgießen; vor allem wenn einfache und großflächige Bauteilgeometrien gefertigt werden sollen.

Durch den stark vereinfachten Formenbau und den unkomplizierten Gießvorgang lassen sich mit diesem Verfahren kostengünstige Kunststoffteile in kleinen bis mittleren Serien fertigen - und dies in sehr kurzer Zeit.

Die Werkzeugformen entstehen wahlweise aus Silikon, Epoxid (mittels Abformtechnik) oder PUR (gefräst). Gegossene Bauteile, deren Materialeigenschaften von PC/ABS-ähnlich, über hochtemperaturbeständig, glasfaergefüllt bis flammresistent reichen, lassen sich in Folgeprozessen hervorragend mechanisch bearbeiten, lackieren oder auch bedampfen.

 

Anwendungen

  • Stoßfänger
  • Innenverkleidungen
  • Verschalungen
  • Abdeckhauben
  • Lüfterräder
  • Zierleisten
  • Konsolen

 

Materialien

  • UL gelistete Materialauswahl verfügbar
  • mechanisch sehr belastbare Materialien
  • beständig bei Temperaturen >100°C und Frost

 

Verfahren/Charakteristik

  • schnelle und kostengünstige Werkzeugerstellung
  • deutlich kürzere Lieferzeiten im Vergleich zum Spritzgießen
  • längere Formenstandzeiten im Vergleich zum Vakuumgießen
  • ideal bei Stückzahlen 50 .. 1.000

 

Funktionsweise

Beim Niederdruckspritzen wird die Formfüllung durch Einspritzen eines 2-komponentigen Materials (PU Gießharz) in die Form bei nur geringem Überdruck realisiert. Das Vermischen der Komponenten erfolgt in einem Mischrohr, das unmittelbar vor dem Anguss am Formwerkzeug platziert ist. Die chemische Reaktion der beiden Komponenten setzt bei den verwendeten Schnellgießharzen innerhalb nur weniger Minuten ein. Überläufe in der Form sorgen für die notwendige Entlüftung und ermöglichen so ein vollständiges Füllen.

RIM - Werkzeuge werden entweder als harte Formen oder als weiche Formen gebaut - je nach Stückzahl und Geometrie der Bauteile. Im Vergleich zum Vakuumgießen (mit Silikonformen) fallen die beim RIM vorteilhaften deutlich höheren Formstandzeiten positiv auf. So läßt sich eine Form für bis zu 500 Zyklen verwenden, also um Faktor 20 länger als beim Vakuumgießen. Allgemein wirkt sich die größere Formsteifigkeit bei den RIM Festwerkzeugen positiv aus, was besonders bei großen Bauteilen wie z.B. Stoßfängern von Bedeutung ist.

Das Entformen der gegossenen Bauteile kann - je nach Material – nach etwa 7 bis 12 Minuten erfolgen. Durch diese nur relativ kurze Polymerisation müssen die gefertigten Bauteile, um die geforderten Materialeigenschaften auch zu erreichen, anschließend noch in einem Wärmeschrank getempert werden. Die beim Niederdruckspritzen erreichbaren Taktzeiten sind – wiederum vergleichen mit dem Vakuumgießen – schneller.

Norm- oder Beistellteile können in der Fertigung mit RIM eingebettet werden. Ein Einfärben ausgewählter PU-Gießharze ist bei größeren Stückzahlen möglich; Ausnahmen gibt es für transparent und weiß.

Ein technologisch-wirtschaftlicher Vergleich von RIM mit dem klassischen Spritzgießen verspricht erzielbare Kosteneinsparungen von bis zu 70%. Eine Erstlieferungen von Bauteilen ist – abhängig von der vorliegenden Bauteilgeometrie und dem Formmaterial – schon nach 15 bis 20 Arbeitstagen möglich.

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